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Mein Weg zur Berufung

"Trust your song and sing" – 12 Kurzgeschichten:

 

11.) In den Dienst genommen sein 8.) Menschen

6.) All-eins-sein

4.) Glückseeligkeit
1.) Meine Wurzeln
3.) Sternennacht

5.) Dasein - Zuhören - Wahrnehmen

7.) Inspiration
9.) Wende

12.) Meine Gabe - es atmet mich

10.) Mein Weg - meine Berufung 2.) Leben und Sterben

 

12.) MEINE GABE – ES ATMET MICH

Wie fing das alles an? Schon während des Studiums bekam ich immer wieder Rückmeldungen von Kolleginnen, dass sie in meiner Nähe besser loslassen konnten, dass Schweres in kurzer Zeit leichter wurde und sie meine Fröhlichkeit liebten. Doch dann hatte ich einige Durststrecken zu durchwandern und musste viele gewollte und ungewollte Veränderungen durchstehen.

Während dieser Zeiten des Umbruchs kamen meine Gaben und Talente immer mehr zum Vorschein. Anfangs fühlte ich mich manchmal etwas überfordert damit, aber ich lernte schnell damit umzugehen. Mit der verfeinerten Wahrnehmung ging ein weiteres Phänomen einher, welches mir anfangs gar nicht auffiel. Eine Kollegin machte mich aufmerksam darauf, dass ich immer, wenn Teilnehmer/innen ihr „Weh“ zum Ausdruck brachten, verstärkt zu atmen anfing. Ich beobachtete nun den Vorgang und tatsächlich – es atmete mich. Mit dem Bewusstwerden trat der Atem noch stärker zum Vorschein. Ich beobachtete, wie sich durch den Atem viele Beschwerden der Menschen lösten, vieles leichter wurde und die Lebensfreude wieder zu ihnen zurückkehrte.

Ich suchte anfangs nach Erklärungen für dieses Phänomen, wollte es irgendwie einordnen können, verstehbar machen. Aber es war vergeblich und auch nicht wichtig. Die Menschen spürten es an der Wirkung und das genügte. Heute nehme ich „meinen“ Atem einfach als Tor zur Seele wahr, und bin zutiefst dankbar dafür.